Allgemeines

Eine Hauptaufgabe der 13 BN-Ortsgruppen ist es, die 24 Biotope, die über den ganzen Landkreis verstreut liegen, nach naturschutzrechtlichen Vorgaben zu pflegen und in ihrer Art zu erhalten.

Der Erhalt von Feuchtwiesen und Trockenrasen, von Hecken und Tümpeln spielt nicht nur für den Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten eine wichtige Rolle. Mit einer vielgestaltigen, artenreichen Landschaft verbessern wir die Attraktivität unserer Region und die Lebensqualität der Landkreisbürger.

Biotoppflege

Geräte

Bei der Biotoppflege werden verschiedene Maschinen (Balkenmäher, Freischneider etc.) benötigt. JedeR sollte sie nach Benutzung grob reinigen.

Ansprechpartner für die Geräteausleihe ist Norbert Appelt, Tel. 09103 / 2813. Ansonsten bitte an die Geschäftsstelle wenden.

Biotop-Helfer

Die Biotoppflege macht Spaß - doch bei geringer Personalkapazität kann sie auch zur Herausforderung werden. Um dem Abhilfe zu schaffen, gibt es einen Pool von Freiwilligen, die gerne auch andere als ihre eigene Ortsgruppe bei der Biotoppflege unterstützen. Bitte anrufen!

Marion Betzler (Langenzenn), Tel. 09101 - 6258

Sylvia Grille (Langenzenn), Tel. 09101 - 902562

Winterpflegemaßnahmen 2016/2017

In den ehemaligen Lehmgruben Stobl in Kagenhof und Ankele in Siegelsdorf fällten etwa 20 BN-Aktive im Januar und Februar einige Bäume. Vorher wurde selbstverständlich genauestens überprüft, dass sich in den Bäumen keine Bruthöhlen befanden. Einige Weiden wurden zu "Kopfweiden" zurechtgestutzt. Aber es blieben noch genügend Nahrungsbäume für die Bienen stehen. Sonne und Licht muss die Lebensräume von Zauneidechse, und Amphibien erreichen können, deshalb sind solche Sondermaßnahmen außerhalb der Vogelbrutzeiten notwendig.

Viel Arbeit wurde geleistet zum Erhalt von Lebensraum und Lebensqualität. Vielen Dank an alle fleißigen, ehrenamtlichen Helfer!

Aber die wirklich alten Bäume erhielten in den BN-Biotopen Schutzstatus, denn auf diesen tummelt sich eine rege Artenvielfalt. Ein angemorschter Stamm mit Höhlen ist für die Tierwelt - vom Vogel bis zum Käfer, dessen Larven und Pilzen - unentbehrlicher Lebensraum.

Leider ist dieses Bewusstsein über den Wert alter Bäume als Lebensräume noch nicht in allen Köpfen angekommen. Im Eifer des Gefechts um jeden Quadratzentimeter Wiese und kontrollierbarer, geradliniger Landschaft, wurde am Bolzplatz bei der Grundschule die uralte Weide gefällt.

Dass Äste, die über das Wasser ragten, ein Ansitz für den Eisvogel waren, der von dort aus nach Fischen in der Zenn jagte – egal? Dass Kinder auf dem Heimweg von der Schule sich mit ihren Freunden zurückzogen, um die wichtigen Gemeinsamkeiten auszutauschen – unwichtig? Dass Unmengen Meisen, Bienen und Libellen den Baum von Frühjahr bis Herbst umschwirrten – unbekannt? Dass die Wurzeln das Ufer der Zenn am Zufluss der Quelle, welche aus dem Wäldchen nördlich der Grundschule kommt, festhalten – tun sie noch, nur der Schatten fehlt. Dass das Gebiet europäisch geschütztes Flora-Fauna-Habitat-Gebiet ist, in dem das Verschlechterungsverbot gilt – vergessen!

Die Zenn von der Quelle bis zur Mündung ist Schutzgebiet. Hier darf die Natur nicht vergessen werden, sonst ist einer der letzten europäischen Lebensräume der Grünen Keiljungfer auch noch perdu, also verloren, weil vergessen, weil zugebaut, weil während der Frostperiode am 10 Februar die Zennwiesen dank einer Vielzahl an Sondergenehmigungen von Wilhermsdorf bis Siegelsdorf geodelt wurden. Der Regen, der für den 17. Februar angekündigt ist, wird den Dreck ins Wasser spülen, bevor er versickern konnte. Solche alljährlichen Schweinereien machen die Zenn vom Lebensraum zur toten Abflussrinne. Egal? Wasser ist Leben!