Das mobile Umwelt-Erlebniszentrum Fürth und Umgebung

Möchten Sie die gefährliche Reise der Kröten kennenlernen oder doch lieber das geheimnisvolle Leben der Fledermaus?

Herzliche Einladung zu Entdeckungen in der Natur - und das fast vor der Haustür! Im Projekt "mobiles Umwelt-Erlebniszentrum", das Interessierte aller Altersstufen ansprechen möchte, haben wir neun verschiedene Touren-Themen vorbereitet. Dabei lädt der Kräuterquark aus der Wildpflanzenführung genauso wie die Bratäpfel aus der Lagerfeuernacht zum Nachmachen ein.

Im Juli startet die Veranstaltungsreihe - wir freuen uns auf Sie und Euch!

Bitte melden Sie sich in der Geschäftsstelle an und beachten Sie das verbindliche Hygienekonzept. Sie können die erforderliche Registrierung auch schon vorab ausfüllen und mitbringen - oder Sie tun es vor Ort, falls möglich mit dem eigenen Stift.

Geplante Touren in 2020:

  • Die gefährliche Reise der Kröten und Frösche  wegen Corona abgesagt
  • Wie lebt der Storch?   wegen Corona abgesagt
  • Die Entdeckung der Wildkräuter - geplant am 9.5. in Veitsbronn  wegen Corona abgesagt
  • Eine Lagerfeuernacht! - geplant am 23./24.5. in Veitsbronn;   wegen Corona abgesagt
  • Insekten entdecken in Wiese und Hecken - am 4.7. um 13 Uhr in Zirndorf am Biotop "Hammerstättchen";  Bericht siehe unten.
  • Das geheimnisvolle Leben der Fledermäuse -  am Sa, 29.8. ab 19.15 Uhr in Langenzenn - speziell für Kinder mit Begleitperson(en)! Details hier.
  • Leben am und im Wasser- am 5.9. ab 13 Uhr in Veitsbronn ; Details hier.
  • Alles Leben kommt aus dem Boden - am 10.10. ab 15 Uhr in Veitsbronn
  • Mein lieber Biber - am 14.11. ab 14 Uhr in Wendsdorf

Das mobile Umwelt-Erlebniszentrum wird ermöglicht durch die Förderung des Bayerischen Umweltministeriums. Im Rahmen des Projekts konnten wir verschiedenste Materialien anschaffen, z.B. Fledermausdetektoren, Bestimmungsbücher, Mikroskope, die bei den einzelnen Terminen benutzt werden.

Insekten entdecken in Wiesen und Hecken

Im Biotop am Hammerstättchen

„Huch, was ist denn das?“ Einige Teilnehmer der „Insekten entdecken“ Exkursion des BUND Naturschutz am 4.7. in Zirndorf reagierten erschrocken, als ihnen das Grüne Heupferd auf Rücken und Schulter spazierte. Zugegeben, es ist ein Insekt der größeren Kategorie, was das Anschauen aber auch erstmal erleichterte. Für die kleineren Fundstücke wie Schachbrettfalter, Skorpionsfliege und Goldwespe trugen Becherlupen und sogenannte Auflichtmikroskope, die das Objekt von oben beleuchtet vergrößern, sehr zur Faszination bei. Unter fachkundiger Anleitung von Marion Strupf und Kai Wiesemann vom BUND Naturschutz wurden die Tiere mit speziellen Keschern gefangen, dann eingeordnet. Zusätzlich bereicherten große Insektenfotos von Ulrich Knapp, seit vielen Jahren Naturführer, die anschließende Besprechung.

Insekt - was bedeutet das?

Welche Krabbler gehören überhaupt zu den Insekten? Dass ein Insekt sechs Beine hat, war schon dem Jüngsten klar, aber schon die dreigliedrige Körperteilung ist als Insektenmerkmal weniger bekannt.  Doch wie fressen Insekten, deren Außenhülle („Exoskelett“) nicht dehnbar ist, große Beutetiere? Und wie können sie wachsen? Warum kann es sinnvoll sein, dass Insektenlarven einen komplett anderen Lebensraum besetzen als adulte Tiere? Die Antworten darauf wurden besprochen und anhand der Beispieltiere erläutert.

Leider verging die Zeit zu schnell, als dass alles hätte erzählt oder gefragt werden können, was man gerne gewollt hätte. Das Schlusswort brachte es auf den Punkt: Niemand kann Experte sein für alle Insekten – das zeigt schon die weitläufige Fachliteratur. Aber wer ein bisschen Neugier und Naturverbundenheit mitbringt, kommt  bei der Beobachtung auf seine Kosten.

Das geheime Leben der Fledermäuse

Bis auf den letzten Platz ausgebucht war die Veranstaltung zur Nacht der Fledermäuse am Langenzenner Eichensee. Aufgrund der vielen Personen wurde die Gruppe dreigeteilt: in einer Gruppe wurden Papierfledermäuse gebastelt und ein Fledermaus-Spiel gespielt, in einer anderen Gruppe wurde spielerisch Wissen zur Anatomie der Fledermäuse vermittelt und die dritte Gruppe durfte Fledermäuse live erleben. Das große Zelt schützte die großen und kleinen Bastler*innen vor möglichem Regen, der dann aber doch ausblieb. Mithilfe der neuen drei Detektoren, die auch für Kinder geeignet sind, wurde den Teilnehmer*innen gezeigt, wie man die Ultraschall-Rufe der Nachttiere hörbar machen kann.

Leben am und im Wasser

Was lebt im Gewässer? Wie atmen Tiere unter Wasser? Welche Merkmale bestimmen die Gewässergüte und wie misst man sie? Ausgestattet mit Keschern, Becherlupen und Material zur Bestimmung der Gewässergüte machten wir uns an die "Arbeit". Das Keschern machte den Kindern einen Riesenspaß. "Was ist das denn für ein Tier?" und "Papa, schau mal die vielen Schnecken an!" "Wir haben schon wieder was gefunden!" hörte man die jungen Teilnehmer*innen von vier bis acht Jahren rufen. Bei der anschließenden Untersuchung in Becherlupen und unter dem Mikroskop konnten sich einige gar nicht satt sehen. Besonders schön war die Metamorphose eines Frosches zu erkennen: ausgestattet mit Kiemen und Schwanz, aber auch schon mit Vorder- und Hinterbeinen und für eine Kaulquappe beachtlich groß. "Lass den nicht so lang draußen, sonst kann er nicht atmen" - dass Kiemen an der Luft verkleben, wussten einige Kinder auch schon vorher. Wenn man allerdings mit dem Tier auf der Hand mitfühlt, wird diese Tatsache sicher intensiver im Gedächtnis bleiben.