Aktionen der Kindergruppen

Lockstock für die Katz‘

Gibt es Wildkatzen bei uns? Im Nürnberger Reichswald wurden sie nachgewiesen – und nachdem schon der Wolf am Dillenberg gesichtet worden ist – wer weiß, ob es nicht auch bei uns einzelne Tiere gibt? Diese Frage wollte die Kindergruppe in Langenzenn Ende 2019 beantworten.
Einst deutschlandweit verbreitet ist die Wildkatze Anfang des 20. Jahrhundert nahezu ausgerottet worden. 1984 begannen der damalige BN und BUND Vorsitzende Hubert Weinzierl und der Zoologe Bernhard Grzimek ein Nachzucht- und Wiederansiedlungs- Programm. Viele Jahre später begann eine Bestandsaufnahme - durch die „Lockstock-Methode“ konnten tausende ehrenamtliche kleine und große Naturforscher feststellen, dass die Katze in den bayerischen Wäldern tatsächlich zurück gekehrt ist. Wie das geht?  Katzen LIEBEN Baldrian – und dies machen wir uns zunutze. In der Zeit der Partnersuche streifen die Einzelgänger weit herum – wittern sie Baldrian,  reiben sie sich an dem Duft. An dem mit Baldrian eingesprühten Lockstock bleiben Haare hängen, die genetisch untersucht werden können.

Die Langenzenner Kinder stellten fest, dass es im Teufelsgraben – in dem wir die Lockstöcke aufstellten – KEINE Wildkatzen gibt. Da wir uns mit der Lebensweise und den Merkmalen der Katzen vorab ausführlich beschäftigt hatten war den Kindern sofort klar, woran das liegt: zu viele Straßen schneiden Wanderwege ab - zu viel Besiedlung, aber vor allem zu wenig Vernetzung zu anderen Wäldern, z.B. durch fehlende Hecken an Ackerrändern…

Spaß gemacht hat das Projekt allemal!! Und wir haben viel gelernt über dieses scheue Wildtier!

Was macht der Biber im Winter?

.. er baut sich ein Haus!

Der späte Wintereinbruch im März 2018 kam 13 „Bibern“ aus der OG Langenzenn gerade recht, um nochmals die Isoklamotten heraus zu holen – Schlitten fahren und Iglu bauen waren angesagt!
Der inzwischen recht nass gewordene Schnee war genau richtig, um (Schnee-)Bauklötze in Kisten fest zu stampfen, diese zu stapeln, zu verfugen – und fertig wurde das (Osterei-) Iglu!

Ein Inuit hätte sicher viel am Ergebnis auszusetzen gehabt… uns hat es aber Spaß gemacht!

Heckenmarmelade bei den Kindergruppen in Stein

Die Gruppen „Waldwichtel“ und „Stein-kundige Entdecker“ treffen sich einmal im Monat bei jedem Wetter an der BN-Wiese  vor dem Freilandaquarium zum Forschen, Entdecken und Spielen. Die Kinder erfahren hautnah die Natur und lernen viel über natürliche Zusammenhänge und soziales Miteinander. 

Im September 2017 hatten wir das Thema: Heckenmarmelade 

In zwei Gruppen ging es los zum Beeren sammeln. Hagebutten waren reichlich vorhanden, auch einige Brombeeren. Die Vogelbeeren der Eberesche mussten unbedingt dabei sein, denn sie geben ein besonderes Aroma. Einige Weißdornbeeren kamen noch dazu. Holunder war leider vertrocknet. 

Am Wiesenhäuschen wurden die Beeren vorsichtig gewaschen und von den Stielen gepflückt. Besonders aufwendig war das Aufschneiden und Entkernen der Hagebutten. Einige Kinder hatten die Geduld dazu.  

Die festen Beeren und Hagebutten wurden im Gaskocher weichgekocht und anschließend durch ein Sieb passiert. Dies forderte von den Kindern etwas Muskelkraft. Etliche nahmen die Herausforderung an und pressten eifrig! 

Inzwischen wurden Äpfel von Kernhaus und Schale befreit und zusammen mit ein paar kleingeschnittenen  Bananen zum Beerenbrei in den Topf gegeben. Nur noch Zucker dazu, gut umrühren und in wenigen Minuten war die Marmelade fertig. 

Jedes Kind bekam in seinem mitgebrachten Glas eine Kostprobe mit nach Hause. Die Reste ließen wir uns gleich mit Knäckebrot schmecken und waren erstaunt, welch aromatische Marmelade wir hergestellt hatten.