50 Jahre Kreisgruppe Fürth-Land: Spannende Führung über den Hainberg mit Tom Konopka

Im Rahmen der Veranstaltungen rund um das 50jährige Bestehen der BUND Naturschutz Kreisgruppe-Fürth-Land lud die Ortsgruppe Oberasbach zu einem außergewöhnlichen Spaziergang durch das europäische Flora-Fauna-Habitat am Hainberg ein.
Dabei ging es um die Flora und Fauna des Naturschutzgebietes aber auch um die Geschichte der Auseinandersetzungen, die der Ausweisung als Naturschutzgebiet voranging.
Sabine Lindner, Vorsitzende der Kreisgruppe Fürth-Land konnte 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter auch Bürgermeister Thomas Diebenbusch und zwei Stadträte aus Oberasbach begrüßen.
Sie bekamen von Tom Konopka, dem ehemaligen Regionalreferenten für Mittelfranken und Betreuer des Projekts Sandachse im BN auf einem kurzweiligen Rundgang einen Überblick über die jahrelange Auseinandersetzung um den Bau der Verbindungsstraße West durch den Hainberg. In den 70er und 80er Jahren war es insbesondere die Bürgerinitiative Oberasbach mit zahlreichen engagierten Bürgerinnen und Bürgern um deren Sprecher und späterem Gemeinderat Walter Weichlein, die sich gegen Lärm und die Zerstörung der Natur wandte.
Auch der BUND Naturschutz war beteiligt. So gab es im November 1978 eine viel beachtete Informationsveranstaltung mit dem damaligen Beauftragten für Nordbayern, Hubert Weiger der unter anderem die mangelnde Beteiligung der Bürger und Verbände an den Planungen monierte und ein Raumordnungsverfahren forderte. Kurz nach der Veranstaltung gründete Walter Weichlein die BN Ortsgruppe Oberasbach, deren Vorsitzender er wurde.
Klaus Häublein, Gründungsmitglied der Bürgerinitiative Oberasbach erläuterte beim Rundgang wie diese u.a. aus der „BI Coburger Straße“ und der „BI Südumgehung“ entstand und mit zunächst wenigen Aktiven in der Jahrelangen Auseinandersetzung immer mehr an Bedeutung gewann. Erst im Juli 1990 beschloss der Kreistag den Weiterbau der Verbindungsstraße West aufzugeben.
Im März 1994 hatte der Hainberg als Truppenübungsplatz endgültig ausgedient. Tom Konopka ging darauf ein, welche Begehrlichkeiten beispielsweise in Form von Sportplatzbau, Einrichtung eines Golfplatzes oder Moto-Cross-Geländes sowie Bebauung auftraten. Die Regierung von Mittelfranken jedoch erklärte das Areal bereits 1995 zum Naturschutzgebiet.
Tom Konoka zeigte den interessierten Spaziergängern anhand einiger Pflanzen wie Sandgrasnelke, Silbergras, Natternkopf und Hauhechel einen kleinen Ausschnitt der 300 in der Sandachse Franken vorkommenden geschützten Arten. Die Teilnehmer konnten außerdem die derzeit zu beobachtende Blauflügelige Ödlandschrecke und deren bei der Fortbewegung deutlich sichtbaren blaugefärbten Hinterflügel bewundern.
Besonders launig gerieten Erläuterungen zum am Hainberg vorkommenden Bienenwolf, einer Grabwespe, die betäubte Bienen als Futter für ihren Nachwuchs verwendet.
Tom Konopa schloss seinen Vortrag mit einem eindringlichen Appell, den Hainberg und andere Naturräume zum Wohle von Tieren, Pflanzen und Menschen zu schützen und auf Dauer zu erhalten.
Kindergruppe für Kids von 6 und 7 Jahren - leider derzeit ausgebucht!

28. Juli 2026
Derzeit ist in der Kindergruppe leider kein Platz mehr frei!
Aber es gibt eine Warteliste. Bitte meldet euch bei Interesse unter: christine.garibasch@gmail.com.
Kräuterpädagogin Christine Garibasch betreut zusammen mit ihrem Mann Sigi Hauff seit November 2025 eine neue BUND Naturschutz Kindergruppe!
Das Angebot richtet sich an Kinder von 6 und 7 Jahren, die sich für die Natur interessieren. Die Gruppenstunden finden jeweils am ersten Dienstag im Monat von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr statt.
Treffpunkt ist in Unterasbach, Waldstraße 14 a (wenn nicht anders kommuniziert). Geänderte Treffpunkte werden rechtzeitig bekannt gegeben, stellen aber die Ausnahme dar. Die nächste Gruppenstunde startet am 1. September 2026.
Weitere Termine: 6.10.2026, 3.11.2026, 1.12.2026 (….)
Was wird geboten?
- Spiel, Spaß, Spannung in der Natur
- Bastelaktionen
- Pflanzen schmecken
- Mitbringsel mit Pflanzenmaterial herstellen, z.B. Lippenpflege
- bei schlechtem Wetter im Kräuterstüberl in Unterasbach
Weitere Infos und Anmeldung bei Christine Garibasch christine.garibasch@gmail.com
Bitte bringt die Einverständniserklärung, die hier zum Download bereit steht mit, wenn ihr erstmals an der Gruppenstunde teilnehmt.
Es wird ein Materialgeld in Höhe von 5,-- € pro Kind und Kurstag erhoben (bitte passend mitbringen)
Amphibienwanderung bei Oberasbach-Rehdorf - Dank an alle Helferinnen und Helfer

Dank zahlreicher Helferinnen und Helfer konnte die BN-Ortsgruppe Oberasbach im Jahr 2026 die Wanderung zu den Laichplätzen in Rehdorf sowie auf den Straßenabschnitten aus Richtung Oberasbach und weiter nach Anwanden für 799 Erdkröten und zahlreiche Molche sicherer machen. Auch einige Grasfrösche und sogar ein Laubfrosch wurden gesichtet.
Die Amphibienwanderung begann in diesem Jahr Anfang März.
Die Mehrzahl der Tiere überquerte die Straße innerhalb der Ortschaft Rehdorf. Hinweisschilder auf die Krötenwanderung waren angebracht. Die Mehrzahl der Autofahrer hat die Geschwindigkeit reduziert sobald mit Schutzwesten ausgestattete Helferinnen und Helfer zu sehen waren.
Wir bedanken uns bei allen, die uns bei der Amphibienaktion 2026 unterstützt haben!!!
Arbeitstreffen
Grundsätzlich an jedem 2. Donnerstag im Monat um 19.00 Uhr. Der Ort wird hier rechtzeitig bekanntgegeben.
Montag, 6. Juli 2026, 19.30 Uhr, Trattoria Foro Romano, Oberasbacher Straße 2, Oberasbach
Donnerstag, 10. September 2026, 18.00 Uhr, BN-Obstwiese am Milbenweg. Bei Regen Ausweichort bei Ulla Lippmann anfragen:
Tel. 0911 / 6999366
Vorstandschaft
1. Vorsitzende: Ulla Lippmann, Tel. 0911 / 6999366
2. Vorsitzende: Christine Garibasch
Schriftführerin: Gudrun Reuß, Tel. 0911 / 695992
Beisitzerin: Ines Hundhammer
Beisitzer: Georg Herrmann
Kindergruppe einmal im Monat am Dienstag von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Kontakt und Infos christine.garibasch@gmail.com
Kontakt: oberasbach@bund-naturschutz.de
Oberasbach - die Stadt der Königskerzen

In Oberasbach wachsen, begünstigt durch den oft sandigen Boden bereits viele Königskerzen. Die Ortsgruppe möchte in Zusammenarbeit mit der Stadt Oberasbach erreichen, dass diese insektenfreundlichen, pfegeleichten und wunderschönen Pflanzen bei Bürgerinnen und Bürgern noch mehr in den Focus geraten.
Daher die große Bitte:
- Lassen Sie insektenfreundliche Königskerzen da wachsen, wo sie sich selbst ausgesät haben und geben Sie ihnen Zeit zur Vermehrung.
- Tragen Sie selbst zur Vermehrung bei, indem Sie die ausgefallenen Samen mitnehmen (kleine Menge genügt) und zum nächsten potentiellen Standort transportieren. Achtung die Pflanzen sind zweijährig (im ersten Jahr erscheint am Boden eine Blattrosette), da braucht es Geduld.
- Haben Sie Lust Samen zu sammeln und zu beschriften? Was nicht selbst verbraucht wird, kann bei Ulla Lippmann oder beim Milchhof Kleinlein in der BN-Box abgegeben werden. Danke!
- Informieren Sie sich und andere über die Attraktivität der Königskerze und weiterer Blühpflanzen für Insekten, z.B. im BN-Flyer „Der Wildgarten“.
- Kennen Sie auch die anderen bedeutenden Wildstauden, die bei uns gedeihen? Natternkopf, Flockenblume, Storchschnabel, Wegwarte, Johanniskraut, alle von sehr großem ökologischem Wert.
Weitere Infos zum Thema "Königskerzen" finden Sie im eigens zu diesem Thema neu gestalteten Flyer "Oberasbach - Stadt der Königskerzen". Gerne lesen, herunterladen und weiterempfehlen!!!
Wachsender Besucherdruck am Hainberg - BN und DBU fordern Rücksicht auf Bodenbrüter

Seit dem Frühjahr 2020 wächst der Besucherandrang im Naturschutzgebiet Hainberg. Im Zusammenhang mit den Beschränkungen im Rahmen der Coronapandemie zieht es die Menschen verstärkt in die Natur. Dies ist sehr verständlich. Allerdings beobachten wir mit Sorge, dass sich viele Besucher des sensiblen Naturschutzgebietes Hainberg nicht an die Betretungsregeln halten. Freilaufende Hunde und insbesondere unerlaubtes Betreten der geschützten Gebiete gefährden den Lebenraum der speziellen Tier- und Pflanzenwelt.
Die OG Oberasbach hat daher mit Schreiben vom 2.3.21 die DBU Naturerbe GmbH als zuständige Behörde um Unterstützung gebeten. Den Wortlaut des Schreibens finden Sie hier.
Die DBU hat nun am 4. Mai 2021 mit einer Pressemitteilung reagiert. Darin bestätigt sie noch einmal die herausragende Bedeutung der weitläufigen Magerrasen für den Bruterfolg der Heidelerche und anderer Vogelarten. Bei Störungen duch Menschen und ihre freilaufenden Hunde geben die sensiblen Vogelarten ihre Gelege auf, die Eier kühlen aus und die Brut ist erfolglos. Ulla Lippmann betont noch einmal die Befürchtung des BN, dass der Fortbestand der Heidelerche im Naturschutzgebiet Heinberg hierdurch massiv gefährdet ist.
Neben Ulla Lippmann kommt in der PM auch der zuständige Revierförster Jens-Eckhard Meyer vom Bundesforstbetrieb Reußenberg zu Wort. Die gesamte PM finden Sie hier.
Der BUND Naturschutz appelliert an alle Besucherinnen und Besucher des Naturschutzgebietes Hainberg, die in der Verordnung genannten Richtlinien zu beachten. Nur wenn sich alle daran halten, kann der berechtigte Wunsch nach Erholung in der freien Natur mit den Erfordernissen des Artenschutzes verbunden werden.
Helfer für die Biotoppflege gesucht!!!!

Seit vielen Jahren pflegen die Mitglieder der Ortsgruppe Oberasbach den naturbelassenen Obstgarten am Milbenweg. Es gibt dort wunderschöne alte Obstbäume, einen Bach, einen Weiher, Bienenstöcke und vieles mehr. Die Kindergruppe fühlt sich dort bei ihren zweiwöchigen Treffen sehr wohl!
Im Streuobstbiotop gibt es immer etwas zu tun. Zum Beispiel müssen die Obstbäume geschnitten, der Bach gereinigt und die Wiese gestriegelt und gemäht werden. Je nach Jahreszeit.
Wir würden uns sehr freuen, wenn sich naturinteressierte Mitglieder (oder solche, die es werden wollen) an der Pflege des wunderschönen Biotops beteiligen möchten. Ihr könnt nach einer Einweisung weitgehend selbständig in dieser wunderschönen Umgebung arbeiten (derzeit müssen dabei die wegen der Corona-Pandemie geltenden Beschränkungen eingehalten werden).
Wir freuen uns, wenn sich Interessent*innen bei uns melden.
Kontakt: Ulla Lippmann, Vorsitzende der BN-Ortsgruppe Oberasbach, Tel. 0911-6999366.








