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mobiles Umwelterlebniszentrum

Altstadtfest

Biber, Fahrrad, ÖPNV und Energie standen im Vordergrund

Der Stand unserer BN Ortsgruppe am Altstadtfest bot vielfältige Informationen über Natur und Umwelt. Bei Bio-Wein und Tapas ergab sich das ein oder andere Gespräch über die aktuellen Themen, aber auch unsere Arbeit in Langenzenn. Da wir Unterschriften zum aktuellen Radentscheid sammelten und auch über das Projekt 5-15-365 informierten, handelte es sich vor allem um Diskussionen im Bereich Mobilität und ÖPNV. Aber natürlich spielte auch die derzeitige Energiepolitik und der Atomausstieg eine Rolle. Ein echter Hingucker war der Biber, der uns den ganzen Tag treu zur Seite stand. Manches Kind war so fasziniert, dass wir uns über seinen wiederkehrenden Besuch freuen durften.

Amphibienwanderung 2022

Der Amphibienzaun vor Kirchfembach wurde am 8. April 2022 abgebaut und stand vorher sechs Wochen lang. Zu Beginn, Anfang März, gab es viele frostige Nächte, dabei gab es so gut wie keine Amphibienfunde in den Eimern. Rund um den Regentag Mitte März liefen dann einige Tiere. Um den 28. März war dann der Höhepunkt der Amphibienwanderung erreicht. Danach wurden fast nur noch Rückläufer gefunden.

Die Entwicklung der Tierarten in den letzten Jahren am Zaun zwischen Wittinghof und Kirchfarrnbach können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:

Zaunaufbau und Abbau mit Hindernissen

Der Zaunaufbau erfolgte in bewährter Vorgehensweise bei noch kühlen Temperaturen. Da der Zaunabbau jedoch im strömenden Regen stattfinden musste, haben wir die Folien einige Wochen später gesäubert, getrocknet und aufgerollt.

Landesgartenschau

Offener Brief an Bürgermeister und Stadtrat

Auf www.langenzenn.de/landesgartenschau sind die Planungen der Stadt Langenzenn (Stand 14.12.21) zur Landesgartenschau (LGS) nachzulesen.

Diese Planungen haben dazu geführt, dass in der Ortsgruppe Langenzenn des BUND Naturschutz viele Fragen aufgekommen sind. Um eine öffentliche Beteiligung auf dem gleichen Wissensstand zu ermöglichen, haben wir am 4.2.2022 folgende Fragen mit der Bitte um zeitnahe Beantwortung an Bürgermeister und Stadträtinnen und Stadträte gerichtet:

  1. Wie wird die oft genannte Bürgerbeiteilung und Transparenz zur Planung im weiteren Verlauf des Projektes gewährleistet? Was sind die nächsten konkreten Schritte?

  2. In den Präsentationsunterlagen ist „Die Tongrube als Highlight“ zu lesen, aber keine weitere Ausführung. Was ist hier vorgesehen?

  3. Im Zusammenhang mit der Landesgartenschau wird der Begriff „Wohnen 2050“ genannt. Welche Planungen gibt es hierzu und gibt es einen direkten Bezug zur Landesgartenschau?

  4. Nach unserer Information gibt es im überplanten Gebiet für die LGS festgelegte Ausgleichsflächen (nordöstlich des Bronnespan), kartierte Biotope (westlich des Z-Quartiers) und ein kartiertes Vorkommen von Amphibien und Reptilien (in der Tongrube). Leider sind diese Aspekte in den Unterlagen zur LGS nicht zu sehen. Werden diese berücksichtigt?

  5. Einige der geplanten Maßnahmen betreffen Rückzugsgebiete von Vögeln, Säugetieren und Amphibien. Vermehrter Verkehr und Versiegelungen (z.B. Parkplätze) sind zu erwarten. Wird eine Umweltbilanz der LGS (bzgl. Natur- und Artenschutz und CO2) im Vorhinein als Prognose und im Nachhinein als Fazit aufgestellt und veröffentlicht?

  6. Wie kann die Kreisstraße (Fü11) spätestens 2031 durch das Tongrubenareal hindurch geführt werden - ist Tonabbau und Verfüllung nicht je eine Frage von Jahrzehnten? Und besteht bei dieser Grube – im Gegensatz zur Tongrube Horbach – keine Verpflichtung zur Renaturierung nach Verfüllung?

  7. Selbst wenn die Kreisstraße Fü11 entlang der Ziegelmauer bis 2032 zurückgebaut sein sollte, ist durch den östlichen LGS-Teil immer noch mit vermehrtem Verkehr für die Sanktustorstraße und die Straße „An der Bleiche“ zu rechnen. Diese sind unseres Erachtens aufgrund ihrer geringen Breite und dem fehlenden Fußgänger-/Radweg an der westlichen Bleiche nicht für die Aufnahme des zusätzlichen Verkehrs geeignet. Wie soll dieses Straßenproblem gelöst werden?

  8. Für das Landesgartenschau-Gelände bieten sich in der direkten Umgebung kaum Parkplätze für die Besucher an. Wie soll die Park- bzw. An- und Abfahrt-Situation bewältigt werden? Welche Ideen gibt es, den ÖPNV – vielleicht sogar dauerhaft – auszubauen?

  9. Wie wird sichergestellt, dass die Flächen, in die im Rahmen der LGS investiert wurde (renaturierte Flächen der Zenn, aber auch die Kleingärten und Freizeitbereiche) langfristig bzw. dauerhaft als solche erhalten und nicht nach der Landesgartenschau anderen Zwecken zugeführt werden?

  10. Welche der im Rahmen der LGS geplanten Maßnahmen müssten in den nächsten 10-15 Jahren auch ohne eine LGS durchgeführt werden?

  11. Wird die finanzielle Prognose der LGS-Planungen veröffentlicht, bevor eine Absage zu spät ist?

Kopfweidenschnitt

Auf unserem Biotop am Laubendorfer Weg stehen auch einige Kopfweiden. Kopfweiden sind keine eigene Weiden-Art, sondern in Form geschnittene normale Weiden: Früher wurden die Ruten z.B. für die Korbflechterei genutzt, dafür mussten die Weiden regelmäßig geschnitten werden. Die Weide treibt an den Schnittstellen wieder aus und entwickelt dabei den charakteristischen "Kopf". Durch die regelmäßigen Schnittwunden, die bei Weiden schlecht verheilen, entstehen Faulstellen, die sich im Laufe der Zeit zu wertvollen Baumhöhlen entwickeln können, die beispielsweise von Fledermäusen oder Siebenschläfer besiedelt werden.

So alt sind unsere Weiden noch nicht, aber wir hoffen, dass sich auch jetzt schon kleines Getier an den Strukturen im Baum erfreut.

Naturschilder in Langenzenn

In einem Projekt des Naturamtes der Stadt Langenzenn erhielt die BN Ortsgruppe Langenzenn die Gelegenheit, selbst Schilder zu eigens gewählten Naturthemen zu entwerfen. So entstanden 21 Schilder in A3-Format zu den Themen Hecke, alte Bäume, Amphibien, Blühflächen, Streuobstwiesen, zur Zenn, zum FFH-Gebiet und den von der Ortsgruppe gepflegten Biotopflächen am Alizberg und am Laubendorfer Weg. Seit Juni 2021 sind sie - verteilt im Stadtgebiet Langenzenn und dessen Außenorten – zu sehen.

Ziel der Aktion ist es, interessierten Bürger:innen die Bedeutung heimischer Naturbestandteile näher zu bringen. Gekostet hat es die BN Ortsgruppe einige Stunden ehrenamtlicher Arbeit, um die Texte und Fotos zu erstellen, aber kein Geld, da das Projekt aus dem Regionalbudget der „ILEK“- Zenngrund Allianz gefördert wurde. Das finale Layout und die Aufstellung wurde von der Stadt Langenzenn übernommen. Mittelfristig plant die BN Ortsgruppe Spaziergänge anzubieten, die an einigen der Schilder vorbeiführen und auf denen die Themen weiter erläutert werden.

Blühpatenschaften Keidenzell

Update - Oktober 2021

Im Herbst liefen unsere sieben Patenschaften bei Assel GbR aus. Trotz fehlender Einnahmen haben wir beschlossen, weiterhin Patenschaften zu übernehmen, aber in reduzierter Anzahl. Da Herr Assel das Projekt nun auf weitere drei Jahre angelegt hat und die Einsaat zeitlich versetzt vornimmt, stehen für uns diese Aspekte im Vordergrund.

Blühpatenschafts-Wiese im Juli 2020

Die Fläche wurde seit dem Ansäen nicht gemäht, was für Insekten, die eine langjährige Entwicklung haben, ideal ist. Auch Vogelarten profitieren von den ausgereiften Samen des Blühfelds. Stiegllitze (auch Distelfinken genannt) sind hier beispielhaft zu nennen und sie sind auf der etwas ausgeblühten, aber dennoch nicht weniger wertvollen Fläche, momentan sehr gut zu beobachten. Siehe auch Stieglitzprojekt.

Blühpatenschaft bei Assel GbR

Im Mai 2019 hat die Langenzenner BN Ortsgruppe einige Blühpatenschaften beim Keidenzeller Betrieb Assel GbR übernommen. Dazu wurden die Einnahmen des vorherigen Sommerfestes verwendet.

Die Entscheidung darüber haben wir kontrovers diskutiert. Kritisch sehen wir vor allem die geringe Nachhaltigkeit eines Blühstreifens, der zwar für die Dauer seines Bestehens hauptsächlich Insekten Nahrung und Lebensraum bietet, aber nur eine kurze Lebensdauer besitzt. Wir hätten längerfristige Maßnahmen bevorzugt, die optimalerweise einen Biotopverbund schaffen. Im Gespräch unserer BN-Delegation mit Herrn Assel und seinem Sohn vor Ort wurde die Vorgehensweise entsprechend intensiv diskutiert.

Letztendlich hat uns die dreijährige Projektdauer und die Verwendung von bienenfreundlichen, regionalen Blühmischungen (z.B. Veitshöchheimer Bienenweide) dazu bewogen, diesem Projekt beizutreten.

Nachdem die Samen im Frühsommer gut aufgegangen waren, haben wir die Blühfläche im August begutachtet. Sie ist sehr hübsch anzuschauen und es tummeln sich auch Insekten dort. Darüber darf man aber nicht vergessen, dass auch unscheinbare Blüten von großer Bedeutung für Insekten sein können und ein intaktes Bodenleben nicht innerhalb kürzester Zeit zurückgewonnen werden kann.

Blühpatenschafts-Wiese im August 2019

Gewächshäuser in Keidenzell

In Langenzenn möchte ein Betrieb ein großes Gewächshaus für Fruchtgemüse (Tomaten, Paprika, Gurken) bauen und ein Betrieb eines für Gartenpflanzen erweitern. Die Diskussionen in der Stadt darüber laufen heiß. Aber wie steht der BUND Naturschutz dazu? Die Ortsgruppe Langenzenn sieht den Zielkonflikt zwischen der Förderung des regionalen Bio-Anbaus und der Flächenüberbauung. Ein komplexes Thema, das wir versucht haben in unserer Stellungnahme abzubilden, die Sie hier nachlesen können.

Die Planungen für das Gewächshaus in Hardhof wurden vom Investor zurückgezogen.

Vorstandschaft

1. Vorsitzende: Sylvia Grille, Tel. 0177 / 910 65 81
2. Vorsitzender: Gisbert Betzler, Tel. 09101 / 6258
email: langenzenn@bund-naturschutz.de

Kasse: Silvio Frisch, Revisor: Jörg Meyer
Beisitzer*innen: Margot Hubner, Ulrike Ringel, Horst Fleißner, Karin Weimer

Arbeitstreffen

I.d.R. jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat (außerhalb der Ferienzeit),  20 Uhr, Ort bitte erfragen.

Nächste Termine:

  • Sa, 10.9.22, Teilnahme am Altstadtfest
  • Do, 15.9.22, 20 Uhr Ortsgruppentreffen
  • Do, 6.10.22, 20 Uhr Ortsgruppentreffen

Kindergruppen

  • "Die Biber" für Kinder ab ca. 6 Jahren;
    Treffen alle 14 Tage dienstags von 16 bis 18 Uhr; Ort bitte erfragen
    Leitung: Regina Vogt-Heeren und Sven Günthner,
    Infos und Anmeldung unter bnkigrulgz@posteo.de