Aktionen der Ortsgruppe

Veranstaltungshinweis

Biotoppflege am Geißbuck

Unter fachkundiger Anleitung von Dieter Speer (Mitte) vom Landschaftspflegeverband haben wir am 9. Januar 2016 die Obstbäume auf der Streuobstwiese am Geißbuck geschnitten. Der richtige Schnitt ist wichtig für das Gedeihen der Bäume. Auf der Wiese am Geißbuck stehen rund 15 Exemplare verschiedener einheimischer Obstraritäten, die die Ortsgruppe vor gut 30 Jahren gepflanzt hat und seither pflegt.

Zudem haben wir im Winter 2016 den alten Weg freigelegt, um der zunehmenden Verbuschung entgegenzuwirken. Der Freischnitt gibt den hier lebenden Amphibien, Erdbienen, Mauerbrütern und Pflanzen den Raum, den sie zu ihrer Entfaltung brauchen.

Obstbaumschnitt am Geißbuck mit Dieter Speer (Mitte), März 2016
Foto vom Hohlweg am oberen Rand des Geißbuck

...und an der Ansbacher Straße

Wie in jedem Spätsommer, wenn alles trocken ist und die Bodenbrüter fort sind, haben wir auch 2016 unsere Magerwiese an der Ansbacher Straße behutsam gemäht. Unser Lohn: Einige Orchideen fühlen sich hier sehr heimisch, darunter das seltene Knabenkraut.

Krötenrettung

Seit Sommer 2015 besitzen wir zwei neue Krötenzäune. Sie helfen uns, bei der jährlichen Krötenwanderung im Frühling noch mehr wertvolle Tiere zu retten. Aufgestellt haben wir die Zäune an den Straßen von Vincenzenbronn nach Fernabrünst und von Großhabersdorf nach Fernabrünst.

Statement zum Volksbegehren "Artenvielfalt"

Damit mehr bleibt als die Erinnerung...

1.745.383 - so viele Menschen haben das Volksbegehren unterschrieben und damit gefordert, dass sich der Artenschutz in Bayern entscheidend verändert. Das zeigt: Wir sind gar nicht so wenige, die sich Gedanken machen, wie sich die Vielfalt auf unserer Erde bewahren lässt. Herzlichen Dank für jede einzelne Unterschrift!

Bei unseren Aktionen im Ort während der Eintragungszeit haben wir viel positive Resonanz erhalten, konstruktiv diskutiert. Doch mancherorts sind die Emotionen hoch gekocht, haben sich Fronten leider verhärtet. Nun ist es Zeit, über den eigenen Schatten zu springen, versöhnliche Töne anzustimmen und sich zusammenzuraufen. Denn es steht zu viel auf dem Spiel - für uns alle. Seit 1989 sind Studien zufolge in vielen Teilen Deutschlands bereits mehr als zwei Drittel der fliegenden Insekten verschwunden. Und mit ihnen ein Großteil der Vögel und anderer insektenfressender Tiere. Das darf nicht so weitergehen, wollen wir nicht unsere Zukunft riskieren - und vor allem die unserer Kinder und Enkel. Sollen sie in einer Welt ohne Vogelgezwitscher aufwachsen? In einer Welt ohne regionale und nachhaltige Landwirtschaft, in der einige wenige Großbetriebe bestimmen, was auf den Tisch kommt? In einer Welt, in der am Ende ohne Bienen, Fliegen, Wespen, Käfer und Co. das Ökosystem zusammenbricht, weil die natürlichen Bestäuber fehlen?

Um das zu verhindern, müssen wir unsere Kräfte bündeln, gemeinsam Ideen umsetzen und uns auch an der eigenen Nase packen. Haben wir Mut zur Unordnung - in der Landschaft und im eigenen Garten. Lassen wir Wildwuchs zu. Pflanzen wir Bäume, Sträucher, Blumen und Kräuter, die Tieren Nahrung und Unterschlupf bieten, verzichten wir auf Plastik und Insektizide. Das Artensterben führt uns täglich vor Augen, dass etwas gewaltig aus den Fugen geraten ist. Und selbst wenn es für manche Kritiker überzogen klingen mag: Auch unser Überleben ist bedroht. Wir müssen handeln - jeder von uns, vor unserer eigenen Haustür. Hören wir also auf zu streiten und stellen wir das Gleichgewicht wieder her. Jetzt!

Umgehung Vincenzenbronn

KEINE Umgehungsstraße!

Übergabe Skulptur an Richard Mergner
Sabine Lindner (BN KG-Vorsitzende), Guy Spaulding (BI „Lebensraum Bibertgrund“) und Jürgen Kaspar (der Künstler) überreichten eine Anti-Straßenbau-Skulptur an den BN-Landesvorsitzenden Richard Mergner

Die Umgehungsstraße von Vincenzenbronn wurde im Juni 2018 aufgrund einer artenschutzrechtlichen Prüfung abgelehnt. Ein riesiger Erfolg für die Bürgerinitiative „Lebensraum Bibertgrund“, die BN-Ortsgruppe Großhabersdorf und die Kreisgruppe Fürth-Land.

Zu dem Erfolg hatten nicht nur jährliche Kundgebungen und Feste beigetragen, sondern auch Vortragsveranstaltungen, Fotodokumentationen, Exkursionen, Kunstwerke – und Kartierungen. Letztere hatten immer wieder aufgezeigt, dass der Talraum der Bibert ein bedeutender Lebensraum geschützter Arten wie des Bibers, der Zauneidechse oder von Fledermäusen ist, dazu noch Erholungs- und Hochwasserschutzgebiet. Der Bibertgrund mit der dort urig mäandernden Bibert bleibt jetzt erhalten für Tiere, Pflanzen und Menschen!

Artenvielfalt im Bibertgrund

Artenvielfalt im Bibertgrund
Artenvielfalt im Bibertgrund
Infotafeln zum Biberttal
Infotafeln zum Biberttal
Zauneidechse & Co im Bibertgrund
Zauneidechse & Co im Bibertgrund

In Vincenzenbronn ist die engste Stelle des Biberttales. Dieser Abschnitt wurde schon früher vom Hochwasser überschwemmt - die Straßen über den Bibertgrund mussten häufig gesperrt werden. Dieses Tal sollte noch enger werden!

Es finden sich im Tal der Bibert zahlreiche Tierarten der roten Liste, der Biber ist heimisch und hat dort seinen Bau, seltene Schmetterlingsarten (Ameisenbläuling), Grüne Keiljungfer, verschiedene Fledermausarten, zahlreiche Vögel (z.B. der Eisvogel), verschiedene Spechtarten, Käfer....leben dort.. Außerdem ist das Biberttal bis kurz vor Großhabersdorf ein FFH-Gebiet. Aber auch in Vincenzenbronn, sogar bis Wintersdorf ist das Biberttal ein relativ geschlossenes Ökosystem, das man nicht mehr so schnell findet. Mit jedem Straßenbau wird dies beeinträchtigt und da hier das Tal so eng ist, erst recht.

Vorstandschaft

Vorstandsgremium:

1. Vorsitzende: Marlene Herrmann, Tel. 09105 / 1660

2. Vorsitzender: Ralph Schwarz, Tel. 0160-6016541

Arbeitstreffen

Unsere Mitgliederversammlungen finden im Gasthaus Kreta (gegenüber vom Kino) statt, an jedem 3. Donnerstag im Monat (außer August, im Juni ausnahmsweise am 27.)  20 Uhr.

Termine

  • 10. Oktober, 19.30 Uhr,  Vortrag "Wege zum 3-Zonen-Garten" von Markus Gastl, Gasthaus "Zum Roten Roß"
  • Pilzwanderung in Planung