1. Fragenblock “Allgemeines”:
a) Welche Maßnahmen zur Förderung von Umwelt- und Klimaschutz in Langenzenn wollen Sie ergreifen?
Hr. Kimberger, Grüne: Wir wollen eine breite Palette von Maßnahmen zur Förderung von Umwelt- und Klimaschutz umsetzen, mit klarer Priorität auf Maßnahmen, die direkt das Stadtklima verbessern und soziale Aspekte berücksichtigen, z. B. mehr Schattenflächen in der Innenstadt, verbesserter Schutz bei Hochwasser und Starkregen, die stärkere Förderung nachhaltiger Mobilität oder der Ausbau von erneuerbaren Energien. Maßnahmen sollen verbindlich geplant und umgesetzt werden.
Hr. Habel, Initiative Zukunft Lgz: Vielfältige, wie in der Vergangenheit bereits gezeigt. Es dürfte kaum eine Gemeinde geben, die noch mehr für den Umweltschutz getan hat als Langenzenn in den letzten 18 Jahren.
Fr. Plevka, SPD: Unser Programm verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der technische Innovation mit lokaler Naturaufwertung verbindet. Wir forcieren den massiven Ausbau von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden, den Aufbau eines kommunalen Wärmenetzes sowie die Installation stadteigener Energiespeicher. Parallel dazu schaffen wir durch das Projekt „Mehr Grün in der Altstadt“ direkte ökologische Verbesserungen im Stadtkern und etablieren einen Umweltrat, um Bürger und Fachleute aktiv in diese Entscheidungsprozesse einzubinden. Zum Schutz unserer Gewässer wollen wir die Einrichtung einer Altölsammelstation für Speiseöle in Langenzenn errichten, um die Belastung unserer Abwässer und Gewässer durch unsachgemäße Entsorgung zu minimieren.
b) Wie stehen Sie zur Stelle des Naturamtes?
Hr. Kimberger, Grüne: Wir befürworten den Erhalt einer eigenständigen Stelle für Natur- und Umweltschutz als sinnvolle Ergänzung innerhalb der Stadtverwaltung. Künftig sehen wir einen stärkeren Schwerpunkt in der Bürgerbeteiligung sowie in der gezielten Nutzung von Fördermitteln. Die personelle und finanzielle Ausstattung soll auf dem bisherigen Niveau bleiben.
Hr. Habel, Initiative Zukunft Lgz: Sinnvoll und nötig, deshalb hatte ich es vor ca. 15 Jahren eingerichtet und vor einigen Jahren in eine Vollzeitstelle umgewandelt.
Fr. Plevka, SPD: Die Stelle ist derzeit mit Frau Blumenstetter besetzt. Sie füllt die Stelle so aus, wie es der Bürgermeister möchte, da es eine Stabsstelle des Bürgermeisters ist. Wenn es eine*n neue*n Bürgermeister*in gibt, könnte sich das Aufgabenfeld in den nächsten Schritten verändern.
c) Wie stehen Sie zur Ausrichtung der Landesgartenschau 2032 in Langenzenn?
Hr. Kimberger, Grüne: Das Konzept der Landesgartenschau 2032 könnte die wichtigen Themen unserer Stadtentwicklung beinhalten: Hochwasserschutz entlang der Zenn, die Entwicklung des Ziegelei-Geländes und eine höhere Attraktivität der Innenstadt. Leider wurde in den letzten Jahren viel Zeit damit verbracht die Entscheidung nicht inhaltlich vorzubereiten, sondern Gründe für eine Vertagung zu suchen. Jetzt ist die Zeit zu handeln und zu entscheiden: Gehen wir gemeinsam den nächsten Schritt in eine Detailplanung? Das ist unser Wunsch, aber dafür muss der neu gewählte Stadtrat schnell in eine inhaltliche Planung eintreten. Auf dieser Basis kann dann mit Bund, Land und anderen über mögliche Fördergelder gesprochen werden und endlich ein verlässlicher finanzieller Kostenplan vorgelegt werden.
Hr. Habel, Initiative Zukunft Lgz: Die Landesgartenschau sehe ich grundsätzlich positiv. Sie bringt direkte Fördermittel von ca. zehn Millionen € in Infrastruktur und indirekte Fördermittel, z.B. über Städtebauförderung, Leader-Mittel uvm. in sicher noch einmal ähnlicher Höhe. Zusätzlich hat die Bahn neben Elektrifizierung auch barrierefreie Haltepunkte und 30-min-Takt bis zur Landesgartenschau zugesagt. Ebenfalls dürfte der Hochwasserschutz in Zusammenhang mit der LGS realisiert deutlich stärker ausfallen als ohne, da der Freistaat dann sicher keine "halben Sachen" vorzeigen kann.
Leider verweigert eine Mehrheit aus CSU und SPD (ausgenommen z.B. Thomas Weber und Klaus Roscher) sowie Teilen der FW (ausgenommen Erich Ammon und Jutta Kostopoulos) seit fast vier Jahren die Weiterarbeit an der LGS und Definition, was im Zuge der LGS gemacht werden soll. Ohne diese Definition können aber natürlich auch keine Kosten geschätzt und keine Fördermittel geklärt werden. Glücklicherweise gibt es nun einen Sponsor, der diese Kostenschätzung finanzieren würde - und auch dieser wird von CSU und SPD seit einem halben Jahr ausgebremst nach dem Motto: blos keine guten Ergebnisse mehr zur LGS vor der Wahl... - ein Trauerspiel....
Fr. Plevka, SPD: Wir stehen grundsätzlich für die Idee einer nachhaltigen Landesgartenschau, die ökologische Mehrwerte für Langenzenn schafft. Wir betonen jedoch ausdrücklich, dass die Umsetzung nur erfolgen kann, wenn sie finanziell solide darstellbar ist und den städtischen Haushalt nicht langfristig überlastet.
d) Welche Maßnahmen zum Erhalt und Ausbau des Status der „FairTrade-Town“ planen Sie?
Hr. Kimberger, Grüne: Den Status als FairTrade-Town wollen wir nicht verlieren, sondern weiter ausbauen. Die Stadt soll dabei mit gutem Beispiel vorangehen, etwa durch den Einsatz fair gehandelter Produkte in der Verwaltung und bei städtischen Veranstaltungen. Wir möchten das Engagement der Ehrenamtlichen unterstützen, ob in Schulen, Vereinen oder dem lokalen Weltladen. Der faire Handel ist ein konkreter und wichtiger Beitrag zu globaler Gerechtigkeit, gerade auf lokaler Ebene. Dennoch braucht es auch dafür über die Verwaltung hinaus engagierte Bürgerinnen und Bürger um FairTrade zu leben.
Hr. Habel, Initiative Zukunft Lgz: Weiterhin Unterstützung der Fair-Trade-Gruppe, wie bisher schon auch mit städtischem Personal
Fr. Plevka, SPD: Wir bekennen uns klar zu den Werten des fairen Handels und werden uns aktiv dafür einsetzen, dass Langenzenn diesen Status nicht nur behält, sondern mit Leben füllt. Wir möchten das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum und globale Verantwortung lokal stärken und fördern entsprechende Strukturen in unserer Stadt.







