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mobiles Umwelterlebniszentrum

4. Fragenblock “Mobilität”

Wie man sich fortbewegt trägt erheblich zum Lebensgefühl in einer Kommune bei.

a) Befürworten Sie zusätzliche Maßnahmen zur weiteren Verkehrsberuhigung?

Hr. Kimberger, Grüne: Wir setzen uns für flächendeckende Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ein, mit besonderem Fokus auf die Innenstadt, insbesondere den Prinzregentenplatz. Bereits in den letzten Jahren haben wir immer wieder Anträge für neue Tempo30-Zonen oder mehr Fußgängerüberwege in den Stadtrat eingebracht. Die Neuordnung der Straßenverkehrsordnung gibt uns hier etwas mehr Möglichkeiten. Vorrang haben regelbasierte Maßnahmen wie Tempo-30-Zonen. Insbesondere der Prinzregentenplatz soll weniger dem Durchgangsverkehr dienen, sondern mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Wir sind uns sicher, dass bis Mitte 2026 auf unseren Antrag hin die Tempo-30 Regelung als Lückenschluss zwischen Pflegeheim und Denkmalplatz ausgeweitet wird.

Hr. Habel, Initiative Zukunft Lgz: ja, u.a. Tempo 30 in der gesamten Altstadt, Spielstraße in der Rosenstraße

b) Welche konkreten Vorschläge zur Umsetzung des Langenzenner Radkonzeptes haben Sie? Welche Radverkehrsverbindungen in die Außenorte und Nachbarkommunen priorisieren Sie?

Hr. Kimberger, Grüne: Wir setzen uns für den konsequenten Ausbau des Radverkehrsnetzes ein, mit Fokus auf Pendlerstrecken zu Arbeitsplätzen, Schulen und öffentlichen Einrichtungen. In der Innenstadt soll Radfahren durch sichere Abstellanlagen und attraktive Wegeführung gefördert werden. Die Anbindung an Nachbarkommunen soll weiter verbessert werden. Im Landkreis und in der gesamten Metropolregion setzen wir uns für ein vernetztes Radwegesystem ein.

Hr. Habel, Initiative Zukunft Lgz: Ein Radweg vom Weißen Stein nach Stinzendorf sowie von dort nach Keidenzell wäre sinnvoll. Zusätzlich der vom Kreis angestrebte Radweg Keidenzell-Kirchfarrnbach.

c) Welche Fahrradabstellanlagen, insbesondere an den Bahnhöfen, planen Sie?

Hr. Kimberger, Grüne: Wir setzen auf sichere, überdachte und gut beleuchtete Fahrradabstellanlagen an allen wichtigen Verkehrsknotenpunkten, insbesondere an den Bahnhöfen und weiterführenden Schulen. Am Hauptbahnhof sehen wir dafür bestehende Schupppen als Möglichkeit oder die Errichtung eines abschließbaren Fahrrad-Parkhauses als sehr geeignet. Am Bahnhof Hardhof könnte etwa im Kreuzungsbereich mit wenig Aufwand eine Fahrradabstellanlage aufgebaut werden. Ziel ist ein komfortables Umsteigen zwischen Fahrrad und anderen Verkehrsmitteln, mit ausreichender Kapazität und barrierefreier Zugänglichkeit.

Hr. Habel, Initiative Zukunft Lgz: Hierzu wurde vor ca. fünf Jahren ein detailliertes Konzept erstellt. Dieses fußte aber vor allem darauf, dass wir das Bahnhofsgebäude erwerben und damit über das Gesamtareal verfügen. Als sich vor ca. vier Jahren diese Chance ergab, hat den Erwerb des Bahnhofs eine bereits mehrfach genannte Blockademehrheit im Stadtrat abgelehnt. Seither ist der Bahnhof Schmuckstück wie eh und jeh...  - und die Stadt hat keinen Zugriff darauf.
Wäre der Standort gesichert worden, hätten wir dort inzwischen vermutlich ein  saniertes Areal mit Bahnhofsgebäude - "Tafel-Gebäude" sowie einem zusätzlichen Wohn- und Geschäftsgebäude. Und unter anderem eine Filiale einer großen und in Langenzenn noch fehlenden qualitativ sehr hochwertigen Bäcker-Kette, die nun bald in Wilhermsdorf eröffnet.

d) Wollen Sie den Bürgerbus in der jetzigen Form beibehalten?

Hr. Kimberger, Grüne: Wir sichern die Beibehaltung des Bürgerbusses zu. Er leistet einen wichtigen Beitrag zur Mobilität, insbesondere für ältere Menschen, Familien und Bürgerinnen und Bürger ohne eigenes Auto. Der Bürgerbus soll dabei effizienter und digitaler gestaltet werden. Wir danken allen ehrenamtlich Engagierten beim Bürgerbus und wollen ihr Engagement langfristig und verlässlich unterstützen. Der Bürgerbus würde zudem enorm von einer Stärkung der Zenngrundbahn profitieren. Für einen halbstündlichen Takt auf dieser Linie werden wir uns stark einsetzen und damit die Bahn in Verbindung mit dem Bürgerbus noch attraktiver machen.

Hr. Habel, Initiative Zukunft Lgz: Ja. Ein herzliches Dankeschön auch auf diesem Weg an die ehrenamtlichen Fahrer, die dies ermöglichen!

e) Wie wollen Sie die Verkehrssituation an den Schulen verbessern, Stichwort „Elterntaxi“?

Hr. Kimberger, Grüne: Wir setzen auf verlässliche Schülerbuslinien, um die Zahl der Elterntaxis zu reduzieren und den Schulweg sicherer zu machen. Besonders im neuen Schulcampus für Gymnasium und Realschule setzen wir uns für ein umfassendes Verkehrskonzept ein, bei dem die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler an erster Stelle steht und die Anbindung von Bus und Fahrrad im Fokus ist. Die Sicherheit für radfahrende und zu Fuß gehende Langenzenner Kinder muss dabei besonders in den Blick genommen werden. Auch die umliegenden Straßen müssen in allen Überlegungen berücksichtigt werden, auch am neuen Schulcampus. Ein reines Verschieben des Problems in andere Straßenbereiche ist nicht förderlich.

Hr. Habel, Initiative Zukunft Lgz: An Grund-, Mittel- und Realschule wird die Verbesserung eintreten, wenn die Realschule verlagert wird (beschlossen vom Kreistag bereits 2022!). Dann halbieren sich die Schülerzahlen in diesem Bereich und eine deutliche Entspannung wird eintreten. Ob dann noch weitere Maßnahmen erforderlich sind, möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mutmaßen.